Yanet, Expatriate: Auslandseinsatz im GBC-Team

Einblick in unsere Global Business Coordination-Abteilung

Innerhalb unserer ALDI SÜD-Gruppe gibt es die Möglichkeit ins Ausland zu wechseln. Yanet, Business Expertin in unserem Global Business Coordination Team, ergriff daher die Chance und wurde für einen bestimmten Zeitraum von ALDI US zu uns nach Österreich entsendet. Erfahre in diesem Beitrag mehr über Yanets Leben, ihre Aufgaben im Global Business Coordination-Team und natürlich auch welche Herausforderungen ein Umzug mit sich bringt. So, los geht’s Yanet! :-)

Beschreibe dich in drei Worten?

Yanet: Wenn ich mich mit drei Wörtern beschreiben muss, würde ich sagen, dass ich neugierig, sehr fürsorglich und organisiert bin.

Yanet, wie alt bist du?

Yanet: Ich bin 33 Jahre jung!

Wo bist du aufgewachsen?

Yanet: Ich bin geboren und aufgewachsen in Aurora, Illinois. Meine Eltern sind ursprünglich aus Mexico, leben aber seit den 1970er-Jahren in den USA. Meine Kindheit bestand darin, mit meinen Cousins fangen zu spielen, in der Weihnachtszeit mit meinen Tanten Tamales zu backen und Backstreet Boys CDs zu hören.

Welche Sprachen sprichst du?

Yanet: Ich spreche fließend Englisch und Spanisch, verstehe aber auch Deutsch und Portugiesisch. Außerdem habe ich am College Mandarin gelernt.

Erzähle uns etwas über dein Privatleben:

Yanet: Ich bin hier mit meiner kleinen Familie, also meinem Mann und unseren beiden Jungs. Jr ist 14 und Eli ist 5 Jahre alt. Beide besuchen dieselbe neu gebaute internationale Schule, die nur 7 Minuten zu Fuß von unserem zu Hause hier in Linz entfernt ist. Sie haben sich mit Kindern aus der ganzen Welt angefreundet.

Was war dein Lieblingsfach in der Schule?

Yanet: Die Fächer, die mir in der High School am meisten Spaß gemacht haben, waren Geschichte und Geisteswissenschaften. In meinem Bachelorstudium habe ich Marketing und International Business studiert.

Wo hast du gearbeitet, bevor du deinen Job bei HOFER angenommen hast?

Yanet: Ich habe für ALDI US im Buying Services im ALDI Finds Coordination Team gearbeitet (Grüße an das AFCT-Team!).

Wie sah dein Bewerbungsprozess aus?

Yanet: Das Bewerbungsverfahren begann damit, dass ich meinem direkten Vorgesetzten in den USA mitteilte, dass ich an einem Auslandsaufenthalt interessiert sei, nachdem die Möglichkeit dazu angekündigt worden war. Anschließend hatte ich ein Vorstellungsgespräch mit meinem derzeitigen Personalvorgesetzten und erfuhr nach ein paar Wochen, dass ich genommen wurde. Ich traf mich mit dem Global Mobility Team in den USA, das mir weitere Einzelheiten zum Auslandsaufenthalt erklärte. Dann begann COVID-19 und mein Starttermin wurde von Juni 2020 auf August 2020 verschoben.

Wie verlief der gesamte Umzugsprozess? Hat HOFER dich unterstützt?

Yanet: Ja, HOFER hat mir den gesamten Prozess erleichtert, von der Buchung einer Reise nach New York für meinen Visumsantrag, dem Packen meines Mobiliars in einen Container, der Suche nach einer Wohnung, der Unterstützung bei der Umschreibung meines US-Führerscheins in einen EU-Führerschein, der Suche nach einer Schule für meine Söhne bis hin zum Angebot eines Deutschkurses. Ich stand auch in Kontakt mit derzeitigen US-Expatriates in Deutschland und Österreich -  ihre Hilfe und Beratung waren unbezahlbar!

Was war für dich die größte Veränderung durch den Umzug nach Österreich?

Yanet: Es gab ein paar Veränderungen, an die ich mich erst gewöhnen musste. Es war eine große Umstellung, nicht mehr auf ein Auto angewiesen zu sein und die meisten Orte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen zu können. Ich wohne in Linz und brauche zwar ein Auto, um zur Arbeit zu fahren, aber ich kann zu Fuß oder mit der Straßenbahn zum Lebensmittelgeschäft, zum Arzt, zu Restaurants und sogar zum Einkaufszentrum gehen.  Die größte Umstellung war die Sprache, nicht nur Deutsch, sondern auch das Verstehen und Sprechen des österreichischen Dialekts. Ich habe in der Schule drei Jahre lang Deutsch gelernt und fühlte mich halbwegs wohl damit, bis ich merkte, dass das österreichische Deutsch ganz anders ist. Ich vergleiche es mit dem Südstaaten-Dialekt in den USA. Die Relocation-Firma, Google translate und meine Kolleginnen und Kollegen waren eine unglaubliche Hilfe, vor allem bei meiner ersten Ankunft. Ich denke an die Zeit zurück, als meine Eltern zum ersten Mal in die USA einwanderten und bin sehr dankbar, dass ich Google translate zur Hand hatte! 

Und wie gefällt es dir in Österreich?

Yanet: Bis jetzt ist Österreich faszinierend. Es ist so interessant, die Geschichte kennenzulernen, wenn man bedenkt, dass dieses Land kleiner als Indiana ist! Von der Habsburger-Dynastie bis zu den Salzbergwerken - es ist wirklich unglaublich, was dieses Land zu bieten hat. Die Nähe zu anderen Ländern ist auch sehr hilfreich, schnelle Wochenendausflüge nach Slowenien, Deutschland oder in die Tschechische Republik sind leicht zu planen.

Was sind deine Hobbies, Lieblingsorte in Österreich und wie oft fährst du nach Hause?

Yanet: Zu meinen Hobbys gehören Zoobesuche mit meiner Familie, das Ausprobieren neuer Gerichte und das Reisen in so viele Länder wie möglich, solange ich in Europa bin. Mein Lieblingsort in Österreich ist St. Wolfgang. Es ist eine kleine Stadt mit einer unglaublichen Aussicht auf die Berge und den See. Der See hat wunderschönes, klares Wasser und es gibt einen Imbisswagen mit der besten Bosna und sie verkaufen sogar Maiskolben mit Chilisalz (erinnert mich an Elote). Ich kann etwa alle sechs Monate nach Hause fahren, um meine Familie in Illinois und Texas zu besuchen.

Wann genau ging es für dich bei HOFER los und wie sahen deine ersten Wochen aus?

Yanet: Zu meinem Onboarding gehörte es, meine Kolleginnen und Kollegen in ihrem Tagesablauf zu begleiten, um eine bessere Vorstellung von unseren Aufgaben zu bekommen. Ich habe an Schulungen teilgenommen, um die verschiedenen Systeme, die in AHEAD verwendet werden, zu verstehen. Vor allem aber auch um meine neues Team besser kennenzulernen.

Was ist deine Aufgabe bei HOFER und in welcher Abteilung arbeitest du?

Yanet: Ich bin Business Expert im Bereich Global Business Coordination (GBC) Assortment. Hier beschäftigen wir uns mit der Ausgestaltung und Optimierung unserer Einkaufsprozesse - sowohl für den österreichischen Einkauf, als auch für die Einkaufsabteilungen aller weiteren ALDI Süd-Länder rund um den Globus. Genauer gesagt bin ich in unserem „Assortment Planning und Controlling"-Team tätig. Unser Fokus liegt dabei auf Sortimentsplanung und -controlling. Ich bin verantwortlich für die Listing-Prozesse (d.h. wenn ein Produkt ein- oder ausgelistet werden soll) sowie für Space & Experience - hier geht es darum, wo und wie genau ein Produkt seinen Platz im Filialregal findet.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Yanet: Jeder Arbeitstag ist anders, je nachdem, welches Thema aktuell gerade wichtig ist. An manchen Tagen ist der Kalender voll mit Besprechungen, um Anforderungen der Länder hinsichtlich Prozessanpassungen abzustimmen. An anderen Tagen erstelle ich Power Point-Decks, um in der Folge unseren internationalen Kolleginnen und Kollegen die Prozess-Verbesserungen, die wir umgesetzt haben, zu präsentieren. Häufig finden sich in meinem Kalender auch Abstimmungen mit meinen GBC-Kolleginnen und Kollegen sowie anderen Abteilungen, um gemeinsam die beste Lösung zu finden. Insgesamt steht jedenfalls jeder Arbeitstag unter einem Motto: Teamwork! 

Was würdest du potenziellen (internationalen) Bewerberinnen und Bewerbern mitgeben?

Yanet: Nutzt die Gelegenheit euren Horizont zu erweitern, sowohl beruflich als auch persönlich. Ihr werdet Erinnerungen sammeln, welche ihr euch nicht hättet vorstellen können.

WORDRAP

Ein guter Tag beginnt mit:

Yanet: … dem Zwitschern der Vögel vor meinem Schlafzimmerfenster, kein Verkehr auf dem Weg zur Arbeit und der Sonnenschein auf den schneebedeckten Alpen auf dem Weg zur Arbeit.

An meinem Job bei HOFER mag ich am meisten:

Yanet: Mein Lieblingspart bei meinem Job bei HOFER ist die Koordination von verschiedenen Abteilungen, die Steigerung der Prozess-Effizienz und der Aufbau von Freundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt.

Mein Lieblingsprodukt von HOFER ist:

Yanet: Mein Lieblingsprodukt von HOFER sind frische Blumen. Ich mag es, wie sich die Auswahl je nach Jahreszeit ändert und sie geben meinem Zuhause immer ein gemütliches Gefühl.

Kaffee oder Tee?

Yanet: Ich trinke lieber Tee (Kamille oder selbstgemachten Zimt) als Kaffee. Heiße Schokolade ist auch immer lecker, im Office in Eberstalzell gibt es einen Automaten, der verschiedene leckere Sorten ausgibt.

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